Vorstellung der Vorsitzenden der VBU: Vera Bökenbrink

Shownotes

Präsent, klar positioniert und weit über das Bergische Land hinaus sichtbar.
Vera Bökenbrink engagiert sich mit Nachdruck - mit Erfolg.

2025 führte die Vorsitzende der Vereinigung der Bergischen Unternehmerverbände die Stahlwille GmbH als Hauptgeschäftsführerin zum Titel „Unternehmen des Jah¬res“ und vertrat die regionale Wirtschaft in der Talkshow „Hart aber fair“. 2026 wird sie als „Frau mit Profil“ ausgezeichnet - ein Titel, der ihre Wirkung treffend beschreibt.

In dieser Folge zeigt sie, was moderne Führung heute ausmacht: Klare Haltung, Strategie und die Überzeugung, dass Authentizität und Teamgeist heute unverzichtbar sind. Sie spricht über die Verantwortung den Bergischen Unternehmen gegenüber und warum Frauen in Führungspositionen sich mehr trauen sollten. Frau Bökenbrink erklärt, wann ein Lächeln öffnet oder nur klare Worte weitertragen und weshalb die Entlastungsprämie aus ihrer Sicht an der Realität vorbeigeht.

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Transkript anzeigen

00:00:09: VBU to Go, der Podcast für Arbeitgeber.

00:00:15: Fakten einfach erklärt!

00:00:17: Der Podcast der VBU geht spannenden Themen aus Arbeitsrecht, Personalmanagement und Arbeitswirtschaft auf den Grund.

00:00:26: Michael Schwunk ich bin Sprecher der Geschäftsführung der Vereinigung Bergische Unternehmerverbände Und heute haben wir einen ganz besonderen Ehrengast.

00:00:34: Ich freue mich dass unsere Vorsitzende in der Vereinigungen Bergischen Unternehmer Verbände Frau Vera Böhrenbrink Heute bei uns ist und wie die Gelegenheit nutzen können sie näher kennenzulernen.

00:00:45: Ja, dann man los mit den Fragen!

00:00:47: Was

00:00:48: sollten unsere Hörer als erstes über Sie wissen?

00:00:51: Wer es Vera Böken bringt eigentlich als Mensch und Führungspersönlichkeit?

00:00:55: was man über mich wissen muss.

00:00:56: Also die meisten sehen mich ständig lächeln und das ist tatsächlich etwas, was mich glaube ich die ganze Zeit ausmacht.

00:01:03: Ich versuche Dinge positiv zu sehen und auch krisenpositiv zu sehen.

00:01:08: Ich weiß dass es nicht immer so einfach aber Es ist wichtig, dass wir uns überlegen Was kann ich denn selber ändern?

00:01:15: Und da dann positiv dran gehen.

00:01:18: und ich habe das glaub ich schon häufiger mal erklärt.

00:01:20: Die Sache mit dem Lächeln is ja so ein zwei Wegeding.

00:01:24: Wenn man lächelt oder wenn einer einen anlächelt, dann ist das wie Gänen.

00:01:28: Der andere kann gar nicht anders und fängt auch an zu lächeln.

00:01:32: Und das Lustige ist, wenn unser Gehirn feststellt da unten wird gelächelt... Dann fragt sich das so zehn Sekunden lang warum ist es so?

00:01:40: Und ab Sekunde elf sagt es das muss ja eigentlich.

00:01:44: da muss einer glücklich sein.

00:01:45: also bin ich auch mal glücklich!

00:01:47: Ich glaube dass macht mich ganz viel aus in der Zusammenarbeit mit Menschen.

00:01:53: Interessant!

00:01:54: Wenn Sie auf Ihren Wehrgegang zurückschauen, welche Erfahrungen haben Sie besonders geprägt?

00:01:59: Welche Erfahrungen?

00:02:01: Ich glaube was mich besonders gepprächt hat ist dass ich ja aus einer Zeit komme wo Frauen manchmal noch so ein bisschen das Einhörnchen sind man schon häufig ein bisschen lauter ein bisschen bestimmter sein muss um gehört zu werden.

00:02:19: Und ich komme aus einer Zeit, ich habe Automobilkrise im Automobil gemacht.

00:02:23: Ich hab Finanzkrise gemacht in einem Unternehmen was Börsen notiert war und bei Stahl Wille habe ich anderthalb Monate vor Corona angefangen und habe jetzt seit sechs Jahren Dauerkrise aber auf eine positive Art und Weise.

00:02:41: Das macht mich aus dass ich sehe das eine Krise eigentlich nicht umwirft sondern dass Krisen dafür genutzt werden können, Dinge zu verändern.

00:02:51: Und das mit einem Lächeln?

00:02:52: Welche Werte leiten Sie bei der täglichen Arbeit als Vorstandsvorsitzende in der VBU und als Unternehmerin?

00:02:58: Der Hauptwert ist glaube ich, dass sich alles sehr ernst nehme und auch Menschen sehr ernst nehmen.

00:03:04: Wenn jemand was sagt, gehe ich im ersten Schritt mal davon aus, dass er sich dabei etwas gedacht hat und dass ich das wahrnehmen muss.

00:03:15: Augenhöhe, Menschen ernst nehmen und immer darüber nachdenken dass der eigene Impact auch einen Impact auf andere hat.

00:03:27: Und das man möchte das Dinge besser werden für alle und dass wir keine Heuschrecken sind.

00:03:34: ich kann nicht heute eine Entscheidung treffen die mich vielleicht für den Jahr hochhält und danach wird es dann noch schlimmer.

00:03:41: Das ist glaube ich einer meiner Hauptwerte.

00:03:45: Was möchten Sie denn als Vorstandsvorsitzender der VBU für die Unternehmen und für die Menschen in den Regionen hinaus erreichen?

00:03:51: Es gab ja einen Grund, warum ich es ja gesagt habe, als der VBU mich gefragt hat ob ich mir das irgendwie vorstellen könnte.

00:03:59: Der VBUs gibt mir die Möglichkeit breiter zu wirken.

00:04:05: Ich kann Dinge verändern.

00:04:07: Ich als Währer Böckenbring kann gar nichts verändern.

00:04:10: Ich, als Geschäftsführerin von Stahl Wille habe schon ein bisschen eine Stimme.

00:04:15: Ich als diejenige, die für den VBU spricht hat die Möglichkeit bei Politikern und bei Gewerkschaften eine Stimme zu haben.

00:04:27: Und das ist mein Anspruch!

00:04:29: Ich möchte es danach etwas besser sein als vorher.

00:04:32: Wir Industrie haben uns in den letzten zehn Jahren sehr zurückgehalten Weil wir immer so ein bisschen Angst hatten, weil wir waren ja nicht so richtig nachhaltig und nicht so wirklich grün.

00:04:42: Und so'n bisschen Ipapfui!

00:04:45: Deswegen haben wir uns häufig zurückgehalten und haben sehr häufig die Faust in der Tasche gemacht.

00:04:50: Das müssen wir aufhören – das ist nicht immer witzig diese Aufschläge zu machen.

00:04:56: aber es ist nun mal jetzt einfach nötig um die Arbeitsplätze in Deutschland für die Industrie zu halten damit... Es nachher besser wird, müssen wir jetzt was sagen und uns vielleicht auch ab und zu mal unbeliebt machen.

00:05:10: Mit einem Lächeln!

00:05:12: Ja die vielen Unternehmer stehen ja gerade aktuell richtig unter großem Druck.

00:05:17: Was gibt Ihnen in dieser herausfordernden Zeiten Orientierung Motivation?

00:05:21: Vielleicht auch ein Wort zur der aktuellen Situation.

00:05:24: mit dem Krisenbonus.

00:05:25: ist das eine Lösungsinstrument?

00:05:28: Also fangen wir mal schnell mit diesem Krisen-Bonus an.

00:05:32: als Aber Gewer muss man sagen, der kommt genau zur falschen Zeit und ist auch falsch gedacht.

00:05:38: Ich finde wenn eine Politik der Meinung ist dass sie Bonus auf Kosten anderer geben kann und das die anderen schon vorher gesagt haben, dass sie es eigentlich nicht können dann ist das definitiv nicht richtig.

00:05:53: Da müssen wir einfach so sehen und ich

00:05:55: hoffe

00:05:55: dass die Politik das versteht und wird das vielleicht noch ein bisschen abgeschwächt bekommen.

00:06:02: Was gibt mir sonst Orientierung und Motivation?

00:06:05: Naja, Motivations.

00:06:06: Ich bleibe mal bei meiner alten Betriebsratsvorsitzenden die irgendwann mal gesagt hat ich möchte das hier so machen damit meine Tochter eventuell auch in diesem Betrieb mal arbeiten kann.

00:06:19: Und dass der dann noch existiert.

00:06:21: Das ist ein bisschen meine Motivration.

00:06:29: weiter existiert und eine gute Chance hat am Markt.

00:06:32: Und dass mein Sohn, der jetzt heute zwölf ist vielleicht wenn er mal ich hoffe das er seine Schule fertig macht und studieren wird

00:06:40: usw.,

00:06:40: dass der dann auch noch einen guten Betrieb hier in Deutschland finden wird indem er arbeiten kann und das ist so meine Motivation

00:06:47: sind ja Geschäftsführer eines sehr traditionsreichen Unternehmens über hundert Jahre alt.

00:06:53: Wir sind bei hundertdreiundsechzig

00:06:55: jetzt.

00:06:56: Da hab ich ja noch, also hundert dreiundsechs Jahre und sie stehen ja auch für moderne Führung.

00:07:01: Und wie kriegt man den Spagat hin?

00:07:03: Sehr traditionsreiches Unternehmen und moderne führung.

00:07:06: Ich glaube dass sich das überhaupt nicht widerspricht weil gucken wir mal ein bisschen zurück Also zwanzig dreißig jahre Klar war der Führung anders.

00:07:18: Aber ich glaube, dass gerade in mittelständischen Unternehmen Familienunternehmen, Steil Wille ist ein Familienunternehm, ich gehöre aber nicht zur Familie das da eine Führungsphilosophie war die gar nicht so fürchterlich anders ist weil damals sowie jetzt werden Menschen einfach ernst genommen Meinungen werden ernst genommen.

00:07:41: Ab und zu gibt es mal Befehle, die gab's auch früher immer schon, das tut aber manchmal gar nicht so weh.

00:07:47: Nur das Wichtige ist dass dieses alles für den Dackel, alles für Klub, dass jeder sein Bestes gibt!

00:07:54: Und dass Arbeit natürlich irgendwie ein Hobby ist, aber wenn wir da sind wird es dann wirklich mit ganzem Herzen tun, dass das gelebt wird.

00:08:04: Das ist uns glaube ich vielleicht in den letzten zwanzig Jahren ab und zu Abhanden gekommen, dieses beider Arbeit auch voll bei der Arbeit sein.

00:08:14: Und das wieder aus den Menschen rauszukitzeln und denen Freude an der Arbeit zu geben weil ansonsten wir sind wache Zeit zumindest mal in der Woche mehr Zeit bei der arbeit als bei unseren Familien.

00:08:30: ich kann das also machen total verbissen und komme nach Hause und freue mich noch über meine drei Stunden zuhause.

00:08:36: oder Ich entwickle Freude an dem, was ich tue und mache das gerne.

00:08:41: Und macht es deswegen auch gut?

00:08:44: Dann habe ich einen guten Tag gehabt!

00:08:46: Dann freue ich mich immer noch über die drei Stunden, die ich dann vielleicht noch wach zu Hause habe.

00:08:51: Das ist das, was finde ich wir als Führungskräfte hinkriegen müssen.

00:08:57: Das zumindest ein großer Teil unserer Mitarbeiter Spaß daran haben in die Firma zu kommen und da das Beste zu geben bewegen können.

00:09:08: Sie sind vor kurzem als Frau mit Profil, zwanzig sechsundzwanzig ausgezeichnet worden und Preisverleihung hier in Wuppertal.

00:09:15: Insofern sind wir auch als VBU froh dass wir erstmalig eine Frau als Vorstandsvorsitzender haben.

00:09:22: und wenn sie auf das Thema Frauen in Führung schauen liegt der Fokus aus ihrer Sicht noch zu öfter den Frauen selbst oder zu wenig auf den Rahmenbedingungen?

00:09:30: Oder wie schätzen die das ein?

00:09:33: also an die Frauen Es tut ja gar nicht weh, eine Frau zu sein.

00:09:37: Ich glaube das muss man vielleicht für sich manchmal auch mal wahrnehmen, dass man als Frau eventuell den einen oder anderen Nachteil hat und man hat aber auch ganz viele Vorteile!

00:09:48: Ich in meiner Position sicher.

00:09:49: also wenn man so ein glitzendes Einhörnchen ist habe ich eventuell ein paar Möglichkeiten mehr als jemand anders weil vielleicht interessant bin.

00:09:58: Und das muss ich dann nutzen für das, was ich möchte!

00:10:02: Insofern kann ich nur allen Frauen sagen, versuch mal gerade zu stehen... ihr dürft euch abends unter der Dusche oder morgens unter der dusche natürlich sagen, ich kann das nicht, dass es mir alles so viel und eigentlich geht das so nicht.

00:10:15: aber dann müsst ihr auch sagen okay Aber gerade weil das so ist, mache ich jetzt weiter und ich kann das.

00:10:22: Und ich werde das tun, weil es gibt überhaupt keinen Grund, dass als Frau nichts zu

00:10:26: tun.

00:10:27: Gerade für unsere Industrieunternehmen um da Werbung zu machen brauchen wir auch mehr Frauen die eine technische Ausbildung machen und den Weg gehen wollen.

00:10:34: Denn das ist auch ein Problem oder Grund warum wir gerade in dem Bereich so wenig... wie zu wenig, viel zu wenig Führungskräfte haben.

00:10:41: Absolut!

00:10:42: Auch als Ingenieur – ich mach's vor – kann man rosa Schuhe tragen und auch mal ein Rock.

00:10:47: Und das ist auch das.

00:10:48: Man muss einfach wahrnehmen, heute ist die Gesellschaft dermaßen divers.

00:10:54: Wir müssen doch uns nur weil es uns vor fünfzig Jahren mal erklärt wurde oder vor hundert Jahren, dass man das so nicht macht... müssen wir uns das doch nicht immer vorhalten, sondern wir müssen den Mut haben alle zusammen diese diversen Menschen anzunehmen und zu sagen so ein Team

00:11:11: wird auch

00:11:12: einfach nur besser indem es mehr Meinungen und mehr unterschiedliche Meinungen gibt.

00:11:16: Und jede Meinung hat da einen Wert!

00:11:19: Deswegen ist es so wichtig dass jeder das macht wofür er gebacken worden ist.

00:11:25: Und das heißt, eine Frau, die einfach gerne Technik macht soll Technik machen und der Mann, der eventuell Ballett tanzt oder irgendwelche anderen Sachen tut, die vielleicht gar nicht so

00:11:39: männlich

00:11:39: besetzt wird, soll das doch bitte auch machen?

00:11:42: Weil er wird weil er dafür gebackEN worden ist da drin einfach

00:11:46: gut sein!

00:11:46: Ein ganz wichtiger toller Appell zum Abschuss was wünschen sich für die Zukunft für die VBU für die Unternehmen oder auch für den Wirtschaftsstandort hier in der Region?

00:11:56: Also, für den wirtschaften Standort wünsche ich mir einfach dass die Politik und wir alle erkennen das es ganz wichtig ist.

00:12:05: Dass wir Wirtschaft Industrie hier brauchen!

00:12:08: Wir können nicht alle nur Dienstleistungen machen weil wir brauchen auch Unternehmen die was produzieren.

00:12:15: Das ist ganz wichtig und das muss die Politik auch erkennen.

00:12:19: Eine Tugend ist, die wir hier in Deutschland haben.

00:12:22: Wir sind eigentlich Macher und wir müssen Dinge produzieren und nur wenn wir das weiterhin tun werden wir auch stark

00:12:30: bleiben.".

00:12:31: Das ist einfach das was ich mir für die Unternehmen wünsche!

00:12:37: Für die VBU wünsche ich mir dass wir sichtbarer werden und dass mehr Unternehmen erkennen dass es super ist in einer Vereinigung zu arbeiten, weil dann ist man nämlich plötzlich nicht alleine.

00:12:50: Das ist im Unternehmen wichtig das man Entscheidungen zusammentrifft und es ist wichtig dass man als Unternehmen mit anderen Unternehmen zusammen kommt und mit denen ganz offen wir reden niemals über Preise reden kann über Probleme die wir haben Lösungen teilen können.

00:13:07: Nicht jeder muss die beste Lösung selber erkennen, das heißt wir hier im Bergischen Land sollten gucken dass wir zusammenarbeiten.

00:13:14: insofern muss der VBU größer werden und mehr Unternehmen diese Chancen geben.

00:13:20: Vielen

00:13:21: Dank Frau Vera Birnberg.

00:13:23: ich glaube unsere Hörer haben einen tollen Einblick bekommen.

00:13:26: vielen dank auch für ihre wirklich hervorragende Hinweise.

00:13:31: Wir haben große Zuversicht, dass wir das mit Ihnen an der Spitze vieles schaffen können.

00:13:37: Dass die Mitglieder hier eine gute richtige Wahl getroffen haben und ich sage vielen Dank bis zum nächsten Mal.

00:13:44: Sie sind neugierig geworden und möchten mehr über die Leistungen der VBU erfahren?

00:13:49: Dann besuchen sie uns einfach auf www.vbu-net.de.

00:13:55: Hier finden Sie alle Informationen zu unseren umfangreichen Angeboten und die richtigen Ansprechpartner für sie.

00:14:01: Vielen Dank fürs Zuhören, bis zur nächsten Folge!